Immobilientechnik und Immobilienwirtschaft :: Leitbild

Leitbild des Studiengangs Immobilientechnik und Immobilienwirtschaft

Die Immobilie stellt neben der Aktie langfristig das werthaltigste Gut in unserer Marktwirtschaft dar. Alle im Zusammenhang mit Immobilien anstehenden Aufgaben werden von einer Vielzahl von Berufsfeldern abgedeckt. Neben den klassischen, früher als Baumeisteraufgaben bezeichneten Betätigungsfeldern werden die sonstigen Aufgaben im Zusammenhang mit der Immobilie immer umfangreicher. Dies hängt vor allem damit zusammen, dass der eigentliche Bauherr bei größeren Bauvorhaben nicht mehr aus einer oder wenigen Personen besteht. Des Weiteren wird heutzutage die Immobilie in ihrer technischen Ausstattung, angefangen bei der technischen Gebäudeausrüstung bis hin zur Fassade, immer höherwertiger.

Die europäische Immobilienwirtschaft hat nicht nur für die Volkswirtschaft eine große Bedeutung sondern auch ein enormes Entwicklungspotenzial. Ob in der Wohnungswirtschaft oder im gewerblichen Immobilienmarkt: Tausende von Wohnungen, Bürogebäuden, Einkaufszentren, Hotels, Logistikzentren sind zu entwickeln, zu planen, zu betreiben, zu sanieren oder zu verändern. Darüber hinaus ist die Immobilie auch noch eine der ganz großen Investmentformen: Allein deutsche institutionelle Investoren wie Versicherungen, Pensionskassen oder Offene Immobilienfonds verfügen über ein Liegenschaftsvermögen von weit über 500 Mrd. Euro (Verkehrswerte) mit steigender Tendenz. Zur effizienten Verwaltung, aber auch zur Herstellung und Vermarktung, Umnutzung und Erhaltung dieser hohen Wertvolumina, ist ein spezialisiertes und hohes Qualifikationsniveau notwendig, wie es derzeit durch kein eigenständiges Berufsbild abgedeckt wird.

Seit Jahren zeigen sich deswegen große Engpässe bei der Rekrutierung geeigneter Fach- und Führungskräfte. Dieser Bedarf ist kurz-, mittel- und langfristig weder in der ausreichenden Quantität noch Qualität durch ein entsprechendes Ausbildungsangebot gedeckt. Die Unternehmen in der Immobilienwirtschaft rekrutieren deswegen sehr häufig über Personalvermittler z. B. in Großbritannien oder den Niederlanden deutschsprechende, mindestens bilinguale Immobilienfachkräfte. Eine Personalbeschaffung in Deutschland scheiterte lange, weil keine universitäre, öffentlich finanzierte Ausbildungseinrichtung Immobilienfachleute gezielt auf Führungs- und Managementaufgaben vorbereitet hat. Aus diesen Überlegungen heraus wurde der Studiengang Immobilientechnik und Immobilienwirtschaft zum Wintersemester 2001 an der Universität Stuttgart gestartet.

Bis Ende 2012 haben so bereits weit über 150 Absolventen mit dem Abschluss "Diplom-Wirtschaftsingenieur" den Studiengang erfolgreich beendet. Im Wintersemester 2008/09 wurde bedingt durch die Umstellung auf Bachelor / Master der Bachelor-Studiengang mit dem Abschluss "Bachelor of Science" (B.Sc.) gestartet.

Der Beginn des Master-Studiengangs ist im Wintersemester 2011/12 als konsekutiver Studiengang, Abschluss ist der "Master of Science" (M.Sc.). Im Rahmen des Master-Studiums erfahren Studierende eine umfassende berufsqualifizierende Vertiefung zu immobilienspezifischen Themen. Dabei werden sämtliche Lebenszyklusphasen einer Immobilie betrachtet. Dies schließt übergeordnet ingenieur- und wirtschaftswissenschaftliche, energetische, planerische sowie rechtliche Aspekte einer Immobilie ein. Hierauf aufbauend kann eine Spezialisierung in einzelnen der vorgenannten Bereiche der Immobilientechnik und Immobilienwirtschaft erfolgen. Absolventen werden somit wahlweise zum Immobilienspezialisten oder zum Generalisten in der Immobilienwirtschaft mit spezifischem technischen Know-how ausgebildet.











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